Aktuelle Veranstaltungen
Die AGSH bietet alljährlich für seine Mitglieder und andere Interessierte ein vielfältiges Programm, das aus Abendvorträgen archäologisch ausgerichteter Thematik, Exkursionen, Führungen zu archäologischen Denkmalen und Ausgrabungen sowie aus Ausstellungsbesuchen besteht.
Die Archäologische Gesellschaft Schleswig-Holstein organisiert ca. 10 Vorträge pro Jahr. Mitglieder der AGSH, aber auch Gäste sind herzlich willkommen. Für mehrtägige Exkursion wird von Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern des Vereins ein Unkostenbeitrag erhoben, der Besuch von Abendvorträgen und Ausgrabungen ist kostenlos. Beim Besuch von Ausstellungen können wechselnde Eintrittskosten anfallen.
Geheimnisvolles Rungholt – Spuren der großen Sturmfluten
Montag, den 27. April 2026, 19.30 Uhr
Onlinezugang:
AGSH | OpenTalk ; PW: Rentiere_2026
von Cornelia Kost (Nordstrand)
Bildquelle: P. Portalla
Die untergegangene Siedlung Rungholt zählt zu den bedeutendsten archäologisch-historischen Themen der nordfriesischen Küstenregion. Der Vortrag von Cornelia Kost gibt einen fundierten Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Rungholt und den benachbarten Siedlungen im Bereich des heutigen schleswig-holsteinischen Wattenmeeres.
Im Mittelpunkt steht die Erste Mandränke von 1362, eine der schwersten Sturmflutkatastrophen der Nordsee, durch die große Teile der damaligen Insel Strand sowie Rungholt zerstört wurden. Anhand historischer Quellen, archäologischer Befunde, Kartenmaterial und geophysikalischer Untersuchungen wird die Entwicklung der Siedlungslandschaft vom Hochmittelalter bis in die frühe Neuzeit nachvollzogen.
Behandelt werden unter anderem die Siedlungsstruktur, Deich- und Warftenbau, wirtschaftliche Grundlagen sowie die Auswirkungen klimatischer und gesellschaftlicher Faktoren wie Pest, Klimaverschlechterung und Küstendynamik. Darüber hinaus werden die Zweite Mandränke von 1634 und deren Folgen für Orte wie Waldhusen, Norderneukoog, Hersbüll und Buphever in den regionalen Zusammenhang eingeordnet.
Die Veranstaltung verbindet archäologische, historische und naturwissenschaftliche Perspektiven und zeigt, wie moderne Forschung zur Rekonstruktion einer lange als legendär geltenden Kulturlandschaft beiträgt. (Foto: P. Portalla; Sodenbrunnen im Rungholtwatt)
Zur Vortragenden: Cornelia Kost, geboren 1962 in Lüneburg/Niedersachsen, ging in Hamburg zur Schule. Sie studierte, nach einer kaufmännischen Ausbildung, Psychologie an der Universität Hamburg. Abschluss im Jahr 1992 mit Diplom, 1999 folgte die Approbation. Sie arbeitet als Geschäftsführerin und Psychotherapeutin.
Seit 2005 Beteiligung an der Erforschung der Kulturspuren der Insel Strand und von Rung-holt mit dem Schwerpunkt GPS Archäologie. Die Beteiligung an der Wiederentdeckung des Ortes Hersbüll führte zur Mitgliedschaft in der Archäologischen Gesellschaft Schleswig-Holstein im Jahr 2008. Ein Jahr später Ausbildung zur Nationalpark-Wattführerin und Übernahme der Wattführungen nach Rungholt. Mitglied im Verein Jordsand und im Nord-friisk Instituut.
Der Videovortrag läuft über einen Videokonferenzdienst von Dataport. Der Eintritt ist jeweils über diesen Link möglich:
AGSH | OpenTalk ; PW: Rentiere_2026

Mit Katzen und Frettchen gegen Ratten und Mäuse: Schädlingsbekämpfung in Antike und Mittelalter
Montag, den 18. Mai 2026
19.30 Uhr
im Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein
Brockdorff-Rantzau-Str. 70
24837 Schleswig
von von Dr. Ulrich Schmölcke (Schleswig)
Menschliche Siedlungsplätze sind für eine ganze Reihe von Tierarten attraktive Aufenthaltsorte. Sie suchen Schutz vor Fressfeinden, finden Nahrung oder geeignete ökologische Nischen. Manche diese synanthropen Arten (Kulturfolger) bemerken wir gar nicht, andere sind uns sogar willkommen, doch einige fressen unsere Kulturpflanzen oder Vorräte oder werden uns anderweitig lästig. In diesem Vortrag wird untersucht, wie Menschen früherer Epochen auf solche Schädlinge reagierten, welche Abwehr- oder Bekämpfungsmaßnahmen ergriffen wurden. Der Schwerpunkt der Betrachtung liegt auf dem Zeitraum von Römischer Kaiserzeit bis zum Mittelalter, aber auch ältere und jüngere Beispiele werden vorgestellt.
Zum Vortragenden: Dr. Ulrich Schmölcke hat in Kiel Biologie (Hauptfach Zoologie) studiert. Er promovierte zu dem Thema „Nahrungsmittelwirtschaft des frühgeschichtlichen Handelsplatzes Groß Strömkendorf“. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Angestellter am Zoologischen Institut der CAU Kiel und dem Landesamt für Bodendenkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2009 war er auf der Gottorfer Schlossinsel am Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie und ist nun – nach der Übernahme des ZBSA durch das LEIZA – Archäozoologe am Leibniz-Zentrum für Archäologie, Standort Schleswig.


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