Unser Angebot:
Sie waren die ersten oder letzten ihrer Art im wikingerzeitlichen Ostseeraum und in den Augen der Zeitgenossen wegen ihres auffälligen Aussehens exotisch. Welche Geschichte verbirgt sich hinter den archäologischen Funden dieser Tiere? Welche Bedeutung hatten sie für die Menschen im frühen Mittelalter? An spannenden Beispielen auch aus der Gegenwart zeigt der Referent, wie ehemals weit verbreitete Tiere zu Exoten werden können und wie die Menschen in der Vergangenheit mit Neuankömmlingen umgingen. Dabei ergeben sich ganz ungewohnte Perspektiven auf den Umgang des Menschen mit (anderen) Tieren, die durchaus innerhalb weniger Jahrzehnte vom Alltagsgegenstand zum gehegten Statussymbol werden können - und umgekehrt!
Zum Vortragenden: Dr. Ulrich Schmölcke hat in Kiel Biologie (Hauptfach Zoologie) studiert. Er promovierte zu dem Thema „Nahrungsmittelwirtschaft des frühgeschichtlichen Handelsplatzes Groß Strömkendorf“. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Angestellter am Zoologischen Institut der CAU Kiel. Seit 2014 ist er Koordinator des Themenbereichs Mensch und Umwelt – Umwelt und Mensch des Zentrums für Baltische und Skandinavische Archäologie der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf in Schleswig.
Bei Ausgrabungen des zur Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf gehörenden Zentrums für Baltische und Skandinavische Archäologie in Lüchow, Kreis Hzgt. Lauenburg wurde im
vergangenen Herbst die bisher älteste Grabstätte Norddeutschlands entdeckt. Dabei handelt es sich um eine Brandbestattung, die von mittelsteinzeitlichen Jägern, Fischern und Sammlern vor ca. 10.500
Jahren am Rande des Duvenseer Moors angelegt wurde. Das Grab wurde als Block geborgen. Wie es dazu kam und was es neues von der ältesten Bestattung Norddeutschlands gibt, erfahren Sie im Vortrag.
Anschließend zeigen wir noch einen Dokumentarfilm über die Ausgrabung.
Zum Vortragenden: Dr. Harald Lübke ist ein ausgesprochener Experte für das Mesolithikum und Forschungstaucher. Seine Dissertation schrieb er über „Die Steinartefakte der steinzeitlichen Fundplätze
Bebensee LA 26 und LA 76, Kreis Segeberg. Studien zur Entwicklung der Flinttechnologie im Nordischen Frühneolithikum an binnenländischen Siedlungsplatzinventaren aus dem Landesteil Holstein. Er ist
seit 2009 im Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie in der Stiftung Landesmuseen Schleswig-Holstein, Schloss Gottorf angestellt.
Im Anschluss an den Vortrag zeigen wir einen 45-minütigen Film von Oskar Friedeberg, der während der Ausgrabungen in Duvensee entstanden ist.
Weitere Informationen zum Vortrag und der Vortragenden finden Sie hier!
Die Archäologischen Nachrichten SH 2022 sind jetzt bestellbar unter
Wachholtz Verlag "Archäologische Gesellschaft Schleswig-Holstein"
Die Mitglieder der AGSH haben die Archäologischen Nachrichten Schleswig-Holstein 2022 schon ohne weitere Kosten vorab per Post erhalten. Mitglied werden? Hier klicken!